Die Antwort auf die globale Erwärmung

Es war nicht besonders warm in Dänemark am 28. Oktober 2017, kaum 13 Grad Höchsttemperatur1. Ein ganz gewöhnlicher Samstag, an dem das skandinavische Königreich allerdings einen außergewöhnlichen Meilenstein erreicht hat: der gesamte Energiebedarf des Landes wurde ausschließlich aus erneuerbaren Quellen gedeckt2. Auch in Deutschland hat man schon einmal ähnliches geschafft; am 30. Juli dieses Jahres, ebenfalls ein Samstag, wurden mehr als 95 Prozent des gesamten Strombedarfs durch Biomasse, Wind, Sonne und andere erneuerbare Energiequellen gedeckt3. Zwar waren in beiden Fällen die Bedingungen eher günstig, dennoch haben beide Länder bewiesen, dass es geht. Eine Alternative zu fossilen Brennstoffen ist möglich.

Die Erde erwärmt sich und Treibhausgase sind zu einem erheblichen Teil mitverantwortlich für diese Entwicklung. 78% der Treibhausgas-Emissionen stammen von Brennstoffen wie Öl, Kohle und Erdgas. Innerhalb der letzten vierzig Jahre hat sich diese Entwicklung sogar beschleunigt4 und führt zu einer Häufung von extremen Wetterereignissen. Dürren, Stürme, Hitze- und Kältewellen sowie deren Folgen belasten Umwelt und Mensch. Besorgnis macht sich in der Öffentlichkeit breit. Auf Twitter werden einerseits die Folgen des Klimawandels diskutiert, aber auch mögliche Lösungsansätze, deren Ausmaß im Zaum zu halten. 28% aller Meldungen zum globalen Klima drehen sich genau darum. Umweltverschmutzung ist dabei, wie zu erwarten, der Aspekt, der die Gemüter am häufigsten erregt und kommt in 34% aller Meldungen zum Klimawandel vor.

Die Energiewende steht ebenfalls im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte und bestimmt 22% der Twitter-Botschaften zum Klimawandel. Neuigkeiten wie die oben genannten aus Dänemark und Deutschland finden breite Zustimmung5, 6. Und nichts verkörpert die Energiewende deutlicher als der Ansatz der erneuerbaren Energien. Dieser taucht in 74% aller Tweets zu dieser Frage auf.

Die Begeisterung für erneuerbare Energien wird auch durch andere Meldungen auf diesem Gebiet geschürt. Der Anteil an erneuerbaren Energien steigt; dem neusten Bericht der IRENA zufolge (Internationale Organisation für erneuerbare Energien) betrug dieser Anstieg im Jahr 2015 weltweit +3,5% im Vergleich zum Vorjahr7. 2016 wuchs Solarenergie erstmalig schneller als jede andere Form der Energiegewinnung8. Sonnenenergie erhält überdies auch den größten Teil der öffentlichen Aufmerksamkeit. Sie macht 43% der Meldungen aus, die von Internetusern zu diesem Thema gepostet werden und liegt damit weit vor der Windenergie, die nur in 26% der Botschaften vorkommt.

Die Energiewende ist demnach definitiv in den sozialen Netzwerken angekommen. Die Vor- und Nachteile erneuerbarer Energien im Vergleich zu Energieträgern, die Treibhaus-Emissionen erzeugen, werden angeregt diskutiert. Die Erde erwärmt sich weiter, aber die Menschen sind sich inzwischen bewusst, dass es alternative Möglichkeiten der Energieerzeugung gibt.

(1) https://twitter.com/PaulNeau/statuses/924433077627162624
(2) https://twitter.com/PaulNeau/statuses/924433077627162624
(3) https://twitter.com/bnetza/statuses/895625891274936323
(4) https://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar5/wg3/WG3AR5_SPM_brochure_fr.pdf
(5) https://twitter.com/PaulNeau/statuses/924433077627162624
(6) https://twitter.com/bnetza/statuses/895625891274936323
(7) http://www.irena.org/-/media/Files/IRENA/Agency/Publication/2017/Jul/IRENA_Renewable_energy_highlights_July_2017.pdf?la=en&hash=011BFA5D92B82E343C53687DE31C3F2AF266B436
(8) https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-10-04/dawn-of-solar-age-declared-as-pv-beats-all-other-forms-of-power?utm_content=buffer83357&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer