Ein anspruchsvollerer Ansatz | Ein Standard muss her

Ein anspruchsvollerer Ansatz | Ein Standard muss her

Der Schlüssel, um den „Impact“ unserer Investments zu messen

Das Assetmanagement steht vor der Aufgabe, die gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen seiner Finanzanlagen, den sogenannten „Impact“, belegen und bewerten zu können. Nicht nur Investoren wollen wissen, welchen Sinn ihre Kapitalanlage stiftet, auch BNP Paribas Asset Management ist dieses Thema wichtig. Bereits jetzt fließen unsere ESG-Analysen in sämtliche Investmentprozesse ein. Bei der Messung des gesellschaftlichen Nutzens unserer Investments sind wir jedoch auf Informationen von den Unternehmen und Institutionen angewiesen, in die wir investieren. Und das ist nicht ganz so einfach.

Ein anspruchsvollerer Ansatz

An unseren ESG-Ansatz stellen wir hohe Anforderungen. Um ihn umzusetzen benötigen wir eine gute Datenqualität. Diese hat sich dank der Forderungen von Investoren, internationalen Organisationen und Aufsichtsbehörden enorm verbessert. Dennoch sind Datenverfügbarkeit und ‑qualität noch immer nicht zufriedenstellend. Eines der größten Probleme ist die mangelnde Konsistenz. Oft sind Datenbreite und ‑tiefe nicht ausreichend, Definitionen nicht klar und der Informationsgehalt zu gering. All dies macht die Analyse zu einer ungenauen Wissenschaft – was soweit gehen kann, dass die Berechnung des Impacts bisweilen sehr grob ausfällt.

MARKTSTANDARDS

Das folgende Beispiel kann diese Schwächen gut verdeutlichen: Von den Emittenten sogenannter Green Bonds, mit denen ausschließlich grüne Projekte finanziert werden sollen, wird erwartet, dass sie Indikatoren für den Impact vorlegen. Der von den Investoren bevorzugte Indikator misst das durch das Projekt vermiedene Emissionsvolumen, allerdings gibt es zurzeit keinen Marktstandard für dessen Berechnung – mit der Folge, dass jeder Emittent die sogenannten „Nicht-Emissionen“ nach eigenem Gutdünken ermitteln kann. Ein Stromerzeuger und eine internationale Organisation, die für das gleiche Projekt Geld bereitstellen, können völlig verschiedene Werte vorweisen – einfach nur, weil sie der Berechnung und dem Vergleich unterschiedliche Annahmen zugrunde legen.

Mit Unterstützung der Politik und der freiwilligen Selbstverpflichtungen unserer Branche werden sich Verfügbarkeit und Qualität der ESG-Daten aber vermutlich rasch verbessern und ein einheitlicher Standard dürfte sich etablieren.

„Verfügbarkeit und Qualität der ESG-Daten werden sich rasch verbessern und ein einheitlicher Standard dürfte sich etablieren.“

SRI - themenfonds

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