Technologie: vom Umweltsünder zum Retter in der Not?

Technologie: vom Umweltsünder zum Retter in der Not?

Technologie und Umwelt (bzw. Nachhaltigkeit) werden traditionell nicht als natürliche Verbündete betrachtet, da die Technologie einen Großteil der ökologischen, klimatischen und sozialen Probleme verursacht hat, mit denen wir heute konfrontiert sind. In der Tat gingen Industrialisierung und Wirtschaftswachstum seit den Anfängen der industriellen Revolution immer auch mit Umweltverschmutzung einher.

Heute stellt sich die Situation jedoch anders dar: Der technologische Fortschritt trägt in zunehmenden Maße zur Bewältigung ökologischer und klimabezogener Probleme bei und bietet Lösungsansätze für andere bedeutende Herausforderungen, wie die Kontrolle des Bevölkerungswachstums, die Erreichung einer höheren Lebensqualität für eine größere Zahl an Menschen, die Modernisierung veralteter oder unterentwickelter Infrastruktur sowie die effizientere Nutzung natürlicher Ressourcen. In Anbetracht des steigenden Bewusstseins, dass an allen Fronten Handlungsbedarf besteht, scheint es, dass sich der Technologiebereich als Retter des Planeten neu positionieren möchte.

Die positiven technologischen Beiträge kommen in vielen Formen zum Ausdruck. Immer intelligentere Messinstrumente erhöhen die Effizienz unserer Energie- und Wassernetzwerke. LED-Beleuchtung entwickelt sich schnell zum neuen Standard. Elektrizität verdrängt Benzin und Diesel als sauberer Kraftstoff für Kraftfahrzeuge und in Zukunft wohl auch im Schiff- und Luftfahrtbereich. Bei Solar- und Windenergie werden Technologie und Effizienz kontinuierlich gesteigert, wodurch diese Alternativen viel erschwinglicher und zugänglicher werden.

Neue Technologien helfen uns bei der Verringerung und Reinigung von Abwasser. Immer sensiblere Sensoren ermöglichen Infrastrukturdienstleistern die frühere Bestimmung von Lecks und Sanierungsbedarf. Prüfgeräte und Sensorausstattungen spielen auch bei der Überwachung von Gesundheits- und Umweltrisiken sowie der Qualitätssicherung eine immer größere Rolle.

Während die Lebensmittelbranche sowie die Land- und Forstwirtschaft versuchen, den Bedürfnissen der wachsenden Weltbevölkerung mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Umwelt bei gleichzeitiger Wahrung des Qualitätsniveaus gerecht zu werden, öffnen sie sich neuen Technologien, um nachhaltiger und effizienter zu wirtschaften. GPS-Technologie wird genutzt, um sicherzustellen, dass Wasser, Düngemittel und Pestizide nur dort eingesetzt werden, wo dies wirklich erforderlich ist – und nicht wie in der Vergangenheit auf undifferenzierte, verschwenderische und umweltschädliche Weise.

Es ist noch etwas verfrüht, Aussagen darüber zu treffen, ob neue Technologien die angerichteten Schäden wiedergutmachen können, aber sie liefern heute jedenfalls immer mehr Lösungen für positive Veränderungen – und das ist ein Trend, aus dem Fondsanleger Nutzen ziehen können. BNP Paribas Asset Management bietet ihren Kunden die Möglichkeit, in Fonds zu investieren, die sich speziell auf Unternehmen konzentrieren, die sich der Verbesserung der Umweltbedingungen sowie der Bekämpfung des Klimawandels und damit verbundenen Anpassungsstrategien widmen.

Technologie im Dienste der Umwelt

Solarfarmen

Erneuerbare Energien sind in China im Aufwind: Das Land hat gemäß den in seinem letzten Fünfjahresplan enthaltenen Prognosen vor, bis 2022 seine gesamten Solar- und Windenergiekapazitäten auf mehr als 300 Gigawatt zu erhöhen. Im Jahr 2015 betrug die in Solarfarmen erzeugte Energie lediglich 50 Gigawatt. Das Wachstum wird höchstwahrscheinlich durch den stetigen Rückgang der Kosten für Photovoltaikkomponenten verstärkt, die seit 2010 um 40% gesunken sind. Hinzu kommen die erheblichen Skaleneffekte aus der stark gestiegenen Nachfrage, wodurch ein positiver Rückkoppelungseffekt entsteht.

Windparks im Nordatlantik

Dank wichtiger technologischer Fortschritte entstehen neue, praktische Lösungen zur alternativen Energieerzeugung. Heißt das, dass die Herausforderung des Klimawandels tatsächlich bewältigt werden kann?
Eine Studie der Carnegie Institution
hat ergeben, dass eine Offshore-Windkraftanlage auf einem
Gebiet von der Größe Indiens
im Nordatlantik ausreichen würde, um die gesamte Weltbevölkerung mit Energie zu versorgen.

Innovationen bei der Bekämpfung des Problems der Kunststoffabfälle

Etablierte und junge Unternehmen investieren in Lösungen zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen sowie zur Verringerung der vorhandenen massiven Müllberge. Große Getränkehersteller haben sich
zusammengeschlossen
, um die Produktion von Mineralwasserflaschen aus Sägespänen oder Ernteresten voranzutreiben. Ein
indischer
Chemieprofessor hat ein Verfahren entwickelt, um Kunststoffabfälle in Straßenbaumischungen zu verwenden, während in den USA ein frischgebackener Architekt vorgeschlagen hat, granulierten Kunststoffabfall in eine Zementmischung einzubringen.

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